Versicherungen


Versicherungen

Unter dem Blickpunkt des Vermögensschutzes lassen sich Versicherungen grundsätzlich in zwei Kategorien, Vermögenssicherung und Vermögensaufbau einordnen. 

Während bei der Vermögenssicherung der Kunde in der Regel reine Risikobeiträge zahlt, um bei einem entsprechenden Ereignis (z.B. dauerhafte Arbeitsunfähigkeit in jungen Jahren, Pflegebedürftigkeit im Alter oder Haftpflicht- und Gebäudeschäden) eine ausreichende finanzielle Unterstützung für sich oder andere zu erhalten, spart der Kunde beim Vermögensaufbau für seine in der (fernen) Zukunft sicherzustellenden zusätzlichen Alterseinkünfte. 

 

Das Risiko, dass es abzubilden gilt, wird in beiden Kategorien ausgelagert; in der Kategorie Vermögenssicherung auf einen möglichen und hypothetisch dauerhaften oder vorübergehenden Vermögensnachteil oder Vermögensverlust während der Versicherungszeit. 

 

In der Kategorie Vermögensaufbau auf ein tatsächlich eintretendes Ereignis in ferner Zukunft; bei den überwiegenden Kunden dürfte dieses Ereignis verbunden sein mit dem Eintritt in den Ruhestand.

 

Nur ganz spezielle Versicherungsprodukte des Vermögensaufbaus, klassisch als Altersvorsorge bezeichnet, tragen den staatlichen Schutzgedanken des Vermögensschutzes in sich; diese Produkte sind in der gesamten Ansparphase zur Altersvorsorge geschütztes Vermögen.

Hierzu zählen: 

Rürup Rente

Die Basisrente ist 2005 als steuerlich begünstigte Form der privaten Altersvorsorge eingeführt worden. Sie gilt als günstige Alternative insbesondere für Personen, die in der Ansparphase ein höheres steuerpflichtiges Einkommen haben und/oder mangels Pflichtversicherung zur gesetzlichen Rentenversicherung keine Riester-Rente und auch keine betriebliche Altersversorgung in Anspruch nehmen können. 


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Die Prämien können bis zu einem jeweils steigenden Jahreshöchstbetrag als Sonderausgaben vom Gesamtbetrag der Einkünfte nach EStG abgezogen werden. 

Das angesparte Kapital bleibt im Falle einer längeren Arbeitslosigkeit und Bezug von SBG-II-Leistungen, bei der Anrechnung von Vermögen unberücksichtigt.

Riester-Rente

Die Riester-Rente ist eine durch staatliche Zulagen und durch Sonderausgabenabzug geförderte, grundsätzlich privat finanzierte Rente. Die Riester-Rente ist mit dem Altersvermögensgesetz (AVmG) im Jahr 2002 eingeführt worden. Die Förderung ist im Einkommensteuergesetz geregelt.


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Die Riester-Rente wurde aus Anlass der Reform der gesetzlichen Rentenversicherung – Absenkung des Rentenniveaus - vom damaligen Bundesminister für Arbeit und Soziales, Walter Riester, eingeführt

Ein wesentliches Kriterium der Riester-Rente aus Sicht des Vermögensschutzes ist die Anrechnungsfreiheit des Vertragsvermögens bei Bezug von SGB II Leistungen im Falle längerer Arbeitslosigkeit.

Betriebliche Altersversorgung

Betriebliche Altersversorgung (bAV) ist der Sammelbegriff für alle finanziellen Leistungen, die ein Arbeitgeber einem Arbeitnehmer aus Anlass seines Arbeitsverhältnisses zur Altersversorgung  und/oder zur Absicherung biometrischer Risiken zusagt.


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Die betriebliche Altersversorgung steht neben den gesetzlichen Versorgungssystemen, die gesetzliche Rentenversicherungbzw. ein berufsständisches Versorgungswerk sowie den privaten Versorgungen wie Riester-Rente, Basisrente oder klassische Lebens- und Rentenversicherungen.

Zur Auslagerung der Risiken nutzen viele Arbeitgeber den Durchführungsweg „Direktversicherung“, hierbei ist das Vermögen im Versicherungsvertrag insolvenzgeschützt und, sofern der Arbeitnehmer aus dem Betrieb ausscheidet und längerfristig arbeitslos ist, auch anrechnungsfrei bei Bezug von SGB II Leistungen.

Zu den einzelnen Versicherungen

Unfallversicherung

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Eine private Unfallversicherung ist für all diejenigen sinnvoll, die auch bei Unfällen zu Hause und in der Freizeit, rund um die Uhr und weltweit abgesichert sein wollen.

Eine Unfallversicherung kann bei einigen Versicherungsunternehmen sogar ohne Risikoprüfung beantragt werden. Mit moderaten monatlichen (Risiko-)Beiträgen können hohe Invaliditätsleistungen versichert werden

 

Auch für Hausfrauen und Hausmänner ist eine private Unfallversicherung sinnvoll. Schließlich passieren die meisten Unfälle im Haushalt.

 

Für Feuerwehren haben wir ein Spezialkonzept erarbeitet. Hier kann sich jede/r Feuerwehrmann/Feuerwehrfrau zu einem stark rabattierten Beitrag privat versichern.

Risikolebensversicherung

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Der rechtzeitige Abschluss einer Risikolebensversicherung ist immer dann ratsam, wenn durch einen Todesfall die Hinterbliebenen, etwa aufgrund von Ratenzahlungen für einen Kredit, enormen finanziellen Belastungen ausgesetzt würden. Verstirbt beispielsweise der Alleinverdiener einer Familie, stellt die Risikolebensversicherung eine wichtige existenzielle Absicherung dar.

Private Pflegeversicherung

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Die gesetzliche Pflegeversicherung deckt nur einen Bruchteil der anfallenden Kosten im Pflegefall ab. Insoweit ist eine zusätzliche private Pflegeversicherung zur Absicherung eines vermögensrechtlichen Nachteils unbedingt zu empfehlen.

Im Rahmen unserer Beratung zum Vermögensschutz gehen wir auch auf diese Versicherung ein. 

Wie bei allen Risikoversicherungen gilt: in jungen Jahren absichern, erspart im Alter teure Beiträge; auch die biometrischen Risiken sind bei jungen Menschen in der Regel überschaubarer als im Alter.

Private Pflegeversicherungen sind bei renommierten Versicherungsgesellschaften bis zum 75. Lebensjahr abschließbar.

Berufsunfähigkeits-, Grundfähigkeitsversicherungen, Schwere Erkrankungen

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Die Absicherungen dieser biometrischen Risiken ist ein unbedingtes MUSS für jeden. Der Gesetzgeber hat durch die Reduzierung von Leistungen in den gesetzlichen Systemen in den vergangenen Jahren immer mehr die Verantwortung für die finanziellen Folgen einer Erwerbsminderung an jeden Erwerbstätigen zurückgegeben. Für Berufseinsteiger sind sogar in den ersten fünf Jahren gesetzliche Leistungen ausgeschlossen.

Im Rahmen der Vermögenssicherung ist damit diese Absicherung unabdingbar und sollte daher in keinem Finanzkonzept fehlen. 

Krankenversicherung (privat oder gesetzlich; Pflichtversicherung)

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Die Krankenversicherungspflicht stellt eine fundamentale soziale Absicherung dar, die allen Bürgern die Möglichkeit medizinischer Versorgung im Krankheitsfall zugänglich machen soll, ohne für diese vor Ort eine finanzielle Gegenleistung erbringen zu müssen.

 

Eine Absicherung im Krankheitsfall ist in Deutschland für alle Einwohner gesetzlich vorgeschrieben. Ein Großteil der Bevölkerung ist bei einem Träger der gesetzlichen Krankenversicherung durch einkommensabhängigen Beitrag versichert. Der Rest ist versicherungsfrei in Bezug auf die vorgenannte Sozialversicherung, benötigt aber trotzdem die gesetzlich vorgeschriebene Absicherung im Krankheitsfall, entweder eine

Private Krankenversicherung mit risikoabhängiger Versicherungsprämie oder freiwilliger gesetzlicher Krankenversicherung.

Haftpflichtversicherung

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Grundsätzlich ist eine private Haftpflichtversicherung für jeden sinnvoll; denn liegt keine Haftpflichtversicherung vor, haften Sie bei selbst verursachten Schäden gegenüber Dritten mit Ihrem gesamten Privatvermögen. Das kann teuer werden. Wenn also eine Versicherung sinnvoll ist, ist es der Abschluss einer privaten Haftpflichtversicherung.

 

Eine private Haftpflichtversicherung ist das grundlegendste Element für den Vermögensschutz. Eine private Haftpflichtversicherung kann ab einem mtl. Beitrag von rd. 6 € (im Familientarif) und von rd. 3 € (im Singletarif) abgeschlossen werden.

Weitere Versicherungen mit vermögensschutzrechtlichen Bezügen

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·      Hausrat- und Gebäudeversicherung

·      Kfz-Versicherung (gesetzliche Pflichtversicherung)

·      Tierhalterhaftpflicht

 

Diese Auflistung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und ersetzt auch keine weitere Beratung.

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